Am heutigen Morgen war ein wenig strukturiertes aufstehen, frühstücken und fertig machen angesagt. Wir hatten Termine. In der Stadt, etwa eine Stunde vom Camp entfernt. Das verlangte uns Bummelanten viel ab.
Der erste Teil des heutigen Tages stand im Zeichen einer jungen jüdischen Frau, die uns durch ihr Leben und ihr Buch an die Gräueltaten der Nazis vor und im zweiten Weltkrieg erinnert. Eigentlich kann man gar nicht genug mahnen und erinnern, dass so etwas hoffentlich nie wieder passiert. Passend dazu fand diesen Monat in Amsterdam auch noch „World Pride 2026“ statt.


Der Rundgang mit dem Namen „Auf den Spuren der Anne Frank“ begleitete uns quer durch die Stadt, angefangen bei ihrem Versteck, was eigentlich das Hinterhaus der Firma, in der ihr Vater arbeitete, war bis rüber ins jüdische Viertel mit der Synagoge und dem Mahnmal, auf dem die Namen aller 60.000 ermordeten Juden zu finden sind.



Unser Guide hat eine wunderbare Tour gestaltet, auf der wir alles Wissenswerte – angefangen bei ihrem Leben als Kind, über die Flucht nach Amsterdam bis hin zu ihrer Deportation und ihrem Tod 1945 – erfahren haben. Aber es blieb auch ein mulmiges Gefühl mit dickem Kloß im Hals zurück, wenn man sich wieder einmal vor Augen führt, wozu Menschen in der Lage sind. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es 80 Jahre später in Deutschland wieder 5 vor 12 ist.
Anschließend sind wir noch ein wenig durch die Innenstadt spaziert und haben in einem Straßencafé an der Ecke den inzwischen doch großen Hunger gestillt.


Den restlichen Nachmittag haben wir in zwei Gruppen verbracht. Gruppe 1 sah sich noch das Anne Frank Museum und das Anne Frank Huis von innen an, Gruppe 2 schlenderte ein wenig durch die Stadt und besorgte ein paar Kleinigkeiten, wie Souvenirs oder Käse fürs Frühstück morgen.
Neben dem kleinen Anne Frank Denkmal, direkt in der Wand der Kirche, befindet sich übrigens der kleinste Käseladen Amsterdams. Vermutlich hat er in etwa 2-3qm.

Gegen 18:00 Uhr trafen wir uns dann wieder an der Straßenbahn, um gemeinsam den Weg zurück ins Camp anzutreten. Dort gab es noch ein paar Kleinigkeiten für den kleinen Hunger und dann klang der Tag aus.
Morgen soll es dann weiter in Richtung Den Haag gehen.

