Gegen 8:30 Uhr machte es „hopp“ und Frau Wu-ff sprang auf unser Bett, ihr Spielzeug im Maul und wollte wissen, ob wir denn auch nicht mehr schlafen können. Also hieß es aufstehen, anziehen, mit dem Hund raus und Frühstück vorbereiten.
Nachdem wir in Ruhe gefrühstückt hatten verbrachte Herr Wu mal wieder eine halbe Stunde in Warteschleifen von Ticketportalen – langsam ist es wirklich nervig… 😐 – und der Rest der Mannschaft rückte inzwischen die Unterkunft gerade; Stube und Revier check.
Danach bereiteten wir dann eben noch den heutigen Ausflug vor, um gegen 11:00 Uhr endlich starten zu können. Wie angekündigt ging es heute zur Festung Kufstein, die sich hier ganz in der Nähe befindet.

Es lag heute den ganzen Vormittag ein dichter Nebel über dem gesamten Tal, der sich aber ab Mittag allmählich lichtete. Später schaute sogar die Sonne noch ein wenig raus.
Die Festung Kufstein gibt es, damals noch als Burg, bereits seit etwa 1205 und war damals im Besitz der Bischöfe von Regensburg.

1504 belagerte dann Maximilian I. Kufstein und eben auch die Festung und eroberte beide. Er renovierte die Anlage und ließ sie zur Festung ausbauen.
Im Kaisertum Österreich wurde die Festung hauptsächlich als Gefängnis genutzt. Vor allem politische Gegner war hier untergebracht. Die in einer der dicken Mauern im Inneren der Festung untergebrachte Folterkammer war wirklich besorgniserregend.




Seit den 1920er Jahren ist die Festung im Besitz der Stadt Kufstein und wird heute für Veranstaltungen und als Museum genutzt. Das Kufsteiner Heimatmuseum ist hier ebenfalls beherbergt.

1931 wurde die sogenannte Heldenorgel installiert. 2009 wurde diese renoviert und erweitert und gilt seitdem als die größte Freiluftorgel der Welt. Das außergewöhnliche dabei ist, dass sich die Orgel oben in einem der Türme befindet, der Spieltisch aber ca. 90m weiter unten im Festungshof steht.
Für die Enthusiasten: die Orgel hat 65 Register und 4948 Pfeifen. Die Herausforderung beim Spiel war, dass es eine enorme Zeitverzögerung zwischen dem Spiel unten und den Pfeifen oben gab, da diese soweit auseinander stehen. Das änderte sich erst, als 2009 ein Glasfaserkabel zwischen dem Spieltisch und der Orgel und eine zusätzliche Lautsprecheranlage unten am Spieltisch eingebaut wurde, damit der Organist sein Spiel verzögerungsfrei hören konnte.
Wenn die Orgel spielt kann man das im gesamten Ort und bei günstigem Wetter sogar bis zu 10km weit hören.

Nachdem wir den Rundgang beendet und die Treppen wieder hinunter zum Eingang gestiegen waren, spazierten wir noch ein wenig durch den Ort Kufstein und machten uns anschließend zurück auf den Weg zum Quartier.
Abends ging es dann nochmal runter nach Wörgl. Heute war Freunde-Abend. Es war super schön und lecker. 🍻
